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Verfassungsschutz

17.05.2017 - Aussteigerprogramm Sachsen veröffentlicht Filmprojekt mit ehemaligem Rechtsextremisten

»Der Hass hat mich angewidert, hat mich krank gemacht. Ich wollte nicht mehr wütend sein«, sagt Enrico. Er ist ein ehemaliger Neonazi aus Sachsen und erzählt im Filmprojekt »Blick zurück – Reflexionen eines Aussteigers«, wie er in die rechtsextremistische Szene kam, wie er diese erlebte, was ihn veranlasste, seine menschenfeindliche Ideologie zu hinterfragen und schließlich auszusteigen.


Ein einminütiger Teaser und Teil 1 zur Filmreihe sind auf YouTube und bei Facebook zu sehen. Wöchentlich – immer mittwochs – werden zehn weitere je rund ein- bis dreiminütige Filme, die Enricos Geschichte unter verschiedenen Aspekten betrachten, online gestellt. Der heute über 40-jährige Aussteiger erzählt beispielsweise, dass Hass und Gewalt in seinem Neonazi-Alltag immer eine Rolle spielten: »Wir haben angehalten, sind aus den Autos raus und haben die zusammengeschlagen...mit Fäusten, mit Füßen, mit Gegenständen. Ich war teilweise wie in einem Rausch. « Enrico berichtet außerdem über Musik, Kameradschaft, die Widersprüche in der Szene und schließlich seinen langen Weg bis zum Ausstieg.

»Die unverblümten Berichte des Protagonisten machen das Filmprojekt des Aussteigerprogramms Sachsen authentisch und belegen, wie gefährlich, menschenverachtend und demokratiefeindlich die rechtsextremistische Szene ist«, sagte Innenminister Markus Ulbig. »Unser Aussteigerprogramm ist ein Angebot an alle, die raus aus der extremistischen Szene wollen. Wir reichen Ausstiegswilligen, ihren Angehörigen und Freunden die Hand, beraten und begleiten sie und helfen ihnen bei der Überwindung der Ideologie. Jeder, der die Szene erfolgreich verlässt, ist ein Gewinn für Demokratie und Rechtsstaat«, so Ulbig.

Sie möchten mehr über Enricos Ausstieg erfahren?
Der Teaser und Teil 1 sind auf YouTube und auf Facebook abrufbar.

 

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