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10.06.2015 - NPD scheitert erneut bei Wahlen in Sachsen – Kandidaten der Partei können sich weder bei Bürgermeister- noch bei Landratswahlen durchsetzen

In 181 Städten und Gemeinden sowie in allen Landkreisen wurden am 7. Juni 2015 die Bürgermeister bzw. Oberbürgermeister und die Landräte neu gewählt. Wie die Wahlergebnisse der NPD zeigen, verfehlt sie dabei nach der Niederlage bei der Sächsischen Landtagswahl im August 2014 bereits frühzeitig eines ihrer Ziele auf dem Weg zur nächsten Landtagswahl 2019. Sie scheitert damit auf ganzer Linie. 


So hatte die NPD zwar bereits nach der Niederlage bei der Landtagswahl 2014 verkündet, ihre Basisaktivitäten zu verstärken und kommunale Mandate als Sprungbrett für den Wiedereinzug in den Landtag 2019 nutzen zu wollen. Obwohl in 181 Städten und Gemeinden Bürgermeisterwahlen anstanden und auch in allen Landkreisen die Landräte neu gewählt wurden hatten sich auch aufgrund fehlender Bereitschaft sachsenweit lediglich vier NPD-Mitglieder zu einer Teilnahme entschieden. Von diesen konnten allerdings nur drei tatsächlich  an den Wahlen teilnehmen. Dies betraf Neuensalz im Vogtlandkreis. Dort hatte die NPD Beatrix Rink als Bürgermeisterkandidatin nominiert, die nach vorläufigem Wahlergebnis mit 16,9 % der Stimmen weit hinter der bisherigen Amtsinhaberin (83,1 %) zurückblieb. Dabei hatte die NPD gehofft, in Neuensalz den ersten sächsischen NPD-Bürgermeister zu stellen.  

Auch die beiden NPD-Landratskandidaten im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und im Erzgebirgskreis scheiterten. So entfielen auf Dr. Olaf Rose 10,6 % und auf Rico George 7,4 % der Stimmen. 

Ein NPD-Bürgermeisterkandidat für Strehla (Landkreis Meißen) war vor den Wahlen vom Wahlausschuss nicht zugelassen worden.

Die Ergebnisse bei den diesjährigen Kommunalwahlen in Sachsen zeigen deutlich, dass die NPD personell schwer angeschlagen und inhaltlich ausgezehrt ist. Trotz ihrer Anti-Asyl-Kampagne ist es der Partei misslungen, Wählerpotenzial zu mobilisieren.

 

 

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