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07.05.2015 - Offener Antisemitismus bei der Partei DIE RECHTE

Partei DIE RECHTE

Partei DIE RECHTE
(© LfV Sachsen)

Der Auftritt des niederländischen Politikers Geert Wilders am 13. April 2015 bei einer PEGIDA-Veranstaltung in Dresden sorgte für antisemitische Ausfälle des sächsischen Landesverbands der Partei DIE RECHTE. Der politisch umstrittene Wilders bezeichnete in seiner Rede Israel als »leuchtende Fackel im Meer der islamischen Dunkelheit«.


In gleich mehreren Posts wurden am 12. und 13. April auf dem Facebook-Profil des sächsischen Landesverbandes der Partei DIE RECHTE offen antisemitische Parolen und Grafiken verbreitet. So hieß es dort am 13. April mit Bezug zu Wilders: »Wir wollen keine Zionistenschweine«. Beschwichtigenden Kommentaren, die versuchten, Israel als »Bollwerk« gegen den Islamismus im Nahen Osten darzustellen, wurde entgegnet, dass nicht der »gemeine Moslem« der Feind sei, sondern »jene Fundamentalisten, die mit saudisch-USraelischen Dollars [sic!] ausgestattet Kriege gegen sämtliche Nicht-Fundamentalisten, ob Christ oder Muslim, führen und ohne Probleme nach Europa einwandern dürfen«.

Der sächsische Landesverband der Partei DIE RECHTE hatte bereits im Vorfeld der PEGIDA-Veranstaltung mit Geert Wilders verlautbart, man wolle bei der Veranstaltung am 13. April anwesend sein und dort ein Zeichen gegen Geert Wilders setzen. Von der Veranstaltung selbst wurden dann Bilder gepostet, auf denen während der Veranstaltungen Aufkleber der rechtsextremistischen »israelmordet«-Kampagne hochgehalten wurden. Diese Aufkleber lasen sich aus der Ferne wie »Israel vernichten«. [1]

Insgesamt werden an diesen Sachverhalten zwei Dinge deutlich: Zum einen provozierte der Auftritt von Wilders den sächsischen Landesverband der Partei DIE RECHTE dazu, seine antisemitische Grundhaltung zu offenbaren. Zum anderen zeigt der Vorgang einen tiefen ideologischen Gegensatz zwischen PEGIDA und dem sächsischen Landesverband der Partei DIE RECHTE.


[1]Dieses Posting wurde zwischenzeitlich von Facebook gelöscht.

 

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