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Aktuelles und Archiv

06.02.2013 - »Freundeskreise Udo Voigt« gegründet

Unter der Überschrift »Organisierter Wille bedeutet Macht« wird auf einer von Frank Rohleder aus Reichenbach/Sachsen, einem ehemaligen Funktionär der rechtsextremistischen »Nationaldemokratischen Partei Deutschlands« (NPD), neu eingerichteten Internetseite verkündet, dass sich in den letzten Wochen in 15 Orten so genannte »Freundeskreise Udo Voigt«gegründet haben. Hierbei soll es sich um Unterstützerkreise handeln, die den ehemaligen NPD-Vorsitzenden Udo Voigt »in seiner politischen Arbeit zum Zusammenschluss aller patriotischen Kräfte in Deutschland unterstützen wollen«.


Die Unterzeichner dieser Erklärung sehe darin »die Chance nationale Kräfte über die Parteigrenzen zu sammeln und ihr Potenzial zu bündeln, um den gemeinsamen Kampf für ein besseres Deutschland neu zu beleben«. Als Unterzeichner werden neben Rohleder ehemalige NPD-Funktionäre bzw Weggefährten wie Thorsten Heise, Uwe Meenen, Ulrich Pätzold und Ulrich Piper sowie der bekannte Revisionist Rigolf Hennig und der »Deutsche Stimme«Autor Dr. Kersten Radzimanowski genannt.

Mit dem Freundeskreis sollen die Kräfte in und außerhalb der NPD gebündelt werden, die sich gegen den derzeitigen Bundesvorsitzenden Holger Apfel und den Kurs der »seriösen Radikalität«positioniert haben. Es formiert sich offenbar in und außerhalb der NPD eine Front gegen die aktuelle Bundesführung der NPD unter Apfel. Ehemalige Weggefährten sehen in VOIGT ein einigendes Symbol, da unter seiner Führung auch jene »ewiggestrige«Hardliner toleriert wurden, welche jetzt aus der Partei herausgetrieben werden.

In letzter Zeit war festzustellen, dass immer mehr Mitglieder mit dem Kurs von Apfel nicht einverstanden sind und die Partei verließen. Gerade jene Personen, welche unter Voigt als aktionistisches Potenzial in die Partei drängten, kehrten ihr nun den Rücken. Neben diesem Mitgliederschwund schmälerten auch Misserfolge bei Wahlen im Jahr 2012 und 2013 die Bilanz von Apfel´s Kurs der »seriösen Radikalität«.

Sollten sich die Meldungen über die Gründungen der Freundeskreise bestätigen, so bahnt sich ein neuer Machtkampf innerhalb der Partei an.

Udo Voigt war bis November 2011 Bundesvorsitzender NPD. Unter seiner Führung öffnete sich die Partei gegenüber Neonationalsozialisten. Durch eine ideologische und strategische Neuausrichtung gelang es Voigt, die Partei aus dem Nieschendasein herauszuführen und die überalterten Strukturen zu verjüngen. Sein Umgang mit der Finanzaffäre um den ehemaligen Schatzmeister Kemnasowie die ausbleibenden Wahlerfolge führten im Jahr 2011 zu einem Machtkampf, aus dem Holger Apfel als Sieger hervorging.

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