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Aktuelles und Archiv

14.03.2013 - NPD kündigt bundesweite Durchführung eines »1. Sozialen Tages« an

Der NPD-Parteivorstand hat für den 23. März 2013 einen so genannten
»1. Sozialen Tag« angekündigt und ruft dabei NPD-Mitglieder und Anhänger der Partei zu »sozialen und karitativen Aktivitäten vor Ort« auf.


Wie aus der Ankündigung dazu in einem Mitteilungsblatt des NPD-Bundesvorstandes hervorgeht, sollen die Parteimitglieder durch ihren Einsatz »für unsere Heimat und Mitbürger« in der Öffentlichkeit das »wahre Wesen der Nationaldemokraten« sichtbar machen. Dabei sei es nicht immer ratsam unmittelbar als NPD aufzutreten, da städtische und kirchliche Einrichtungen sonst grundsätzlich die Hilfe ablehnen. Dort müsse man ohne Markenzeichen auftreten. Beim Frühjahrsputz von Grünflächen oder Spielplätzen sei es dagegen möglich, als NPD in Erscheinung zu treten. Als Beispiele führt der Parteivorstand Sach- oder Geldspenden für soziale Einrichtungen wie die Tafeln, Tauschbörsen für Kinderbekleidung oder Spielzeug, Essensausgaben, Kinderfeste bzw. Kinder- und Altenpflege an. Es könnten auch Fußbälle für die Jugendabteilungen von Sportvereinen gesponsert werden oder man pflanze in einer »trostlosen Gegend« Blumen.

Die Parteimitglieder werden aufgefordert diese »sozialen Aktivitäten« zu dokumentieren. Auch die »örtlichen Medien müssen zwingend über unsere Aktivitäten informiert werden«. In Pressemitteilungen sollen möglichst noch die Direktkandidaten für die Bundestagswahl zu Wort kommen.

Mit dem angekündigten Aktionstag versuchen die Rechtsextremisten im Vorfeld des diesjährigen Wahlkampfes »soziale Kompetenz« zu demonstrieren. Sie wollen sich damit erneut in der Rolle eines »Kümmerers« präsentieren und hoffen auf Akzeptanz in der Bevölkerung und letztendlich auf Wählerstimmen. Auch bei der hier angekündigten Aktion wird die NPD nicht ihre demokratiefeindliche Ideologie in den Vordergrund stellen, sondern versuchen, ihre rechtsextremistische Ausrichtung zu verschleiern. 

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